Bronze in Lohr für Obernburg/Aschaffenburg

Die Jubiläumsausgabe des Lohrer Traditionsturniers war wieder einmal hochkarätig besetzt und bot den Zuschauern Judo vom Feinsten sowie spannende Wettkämpfe. Im Finale der Herren besiegte der Favorit VfL Sindelfingen die DJK Eichstätt mit 4:1. Das Finale der Damen entschied der JC Bad Ems mit 5:0 gegen den TV Erlangen für sich. Der Kampf um den 3. Platz bei den Herren war hochklassig. Hier setzte sich der TSB Ravensburg gegen den JC 03 Berlin nach einem 2:2 nur nach Kampfpunkten durch. Das kleine Finale der Damen gewann die Kampfgemeinschaft Obernburg/Aschaffenburg mit 3:2 gegen die TG Rimbach und sorgte damit für eine Überraschung.

Faschingsturnier Lohr

Das 40. Faschingsturnier hat am Samstag, 9. Januar 2016, in der Lohrer Spessarttorhalle keine Überraschungen bei den Siegern gebracht. Beim Herrenturnier siegte Bundesligist VfL Sindelfingen. Der JC Bad Ems dominierte den Frauenwettkampf. Die Mannschaften des gastgebenden TSV Lohr gingen leer aus. Bei den Damen erzielte die Kampfgemeinschaft Obernburg/Aschaffenburg überraschend den ausgezeichneten 3. Platz. Die DJK Aschaffenburg landete bei den Herren bei starker Konkurrenz auf einem guten 5. Platz.

Besser als die Mannschaften des Gastgebers Lohr, die beide frühzeitig ausschieden, verkaufte sich die Männermannschaft des DJK Aschaffenburg. Leider erwischten sie einen Fehlstart gegen den JJC Mendig, wo sie nur 2 Siege bei 5 Kämpfen durch Paul Schulz und Niklas Kern erzielen konnten. In der Trostrunde war der nächste Gegner das Judo Team Grafing, die im ersten Kampf gegen die späteren Finalisten aus Eichstätt den Kürzeren gezogen hatten. Um Wiedergutmachung bemüht fanden die DJK’ler in das Turnier und konnten die Begegnung nach Siegen von Daniel Stamm, Niklas Kern, Sebastian Staudt und Marco Senfleben mit 4:1 für sich entscheiden.

DJK beim Faschingsturnier Lohr

Als nächstes wartete das Team des frisch gebackenen Erstligisten aus Erlangen, welche gegen die ebenfalls in der Bundesliga startenden und späteren Turniersieger aus Sindelfingen geschlagen geben mussten. Hier gelang den Aschaffenburgern gegen die klaren Favoriten ein Geniestreich und sie besiegten die Mannschaft mit 3:2 durch Siege von Daniel Stamm, Paul Schulz und Sebastian Staudt. Noch voller Euphorie konnte die Mannschaft der TG Rimbach ebenfalls mit 4:1 aus dem Turnier geschickt werden.

Im kleinen Finale stand mit dem JC 03 Berlin (im Schwergewicht verstärkt durch Jens-Peter Bischof von Randori Berlin) den Aschaffenburgern ein harter Gegner gegenüber. Im Leichtgewicht startete der Aschaffenburger Johannes Wich, der sein allererstes Judoturnier bestritt, selbstbewusst und absolut überzeugend in den Kampf, nach einer sehr sehenswerten Vorstellung musste er sich jedoch kurz vor Schluss dem Berliner geschlagen geben. Auch Daniel Stamm kam ebenso wie Niklas Kern nicht über ein Unentschieden hinaus. Paul Schulz verlor seinen Kampf und auch Marco Senfleben konnte gegen den über 2 m großen für den JC startenden Berliner Jens-Peter Bischoff nichts ausrichten. Ingesamt zeigten die Aschaffenburger eine gute und überzeugende Leistung und dürfen mit Platz 5 in diesem stark besetzten Turner sehr zufrieden sein.

Ein ähnliches Schicksal wie den Lohrer Herren ereilte die Lohrer Damen. Diese unterlagen in der Vorrunde zunächst dem späteren Turnierzweiten TV Erlangen mit 0:5. Danach setzte es ein 1:4 gegen die TG Rimbach. Den Lohrer Punkt erkämpfte Anna Alig aus Aschaffenburg. Damit waren auch die Lohrer Damen ausgeschieden.

Die diese Jahr debütierende Kampfgemeinschaft aus Obernburg und Aschaffenburg bei den Frauen, kurzfristig verstärkt durch Eva Hugo aus Elsenfeld und Michaela Gehring aus Bamberg, konnte die erste Begegnung gegen Sindelfingen mit 3:2 für sich entscheiden – die Pluspunkte sammelten Anja Köhler (Judokan Aschaffenburg), Leonie Abb (DJK Aschaffenburg) mit zwei sehenswerten Ura-nage und Michaela Gehring (PSV Bamberg). Der nächste Gegner hieß Randori Berlin, dessen Damen mit 4:1 von der Matte geschickt wurden – hier gewannen Anja Köhler, Leonie Abb, Anja Ühlein und Anika Kirchner (beide JC Obernburg). Erst der spätere Sieger Bad Ems konnte die Siegesserie (4:0) stoppen und so waren die Damen vom Untermain Poolzweite und mussten im Halbfinale gegen Bundesligist Erlangen antreten. Mit der knappen Niederlage von 2:3 mussten sie leider trotz der gewonnen Kämpfe von Anja Ühlein und Anika Kirchner in den Kampf um Platz 3. Hier zeigte sich, dass dieses Turnier auch zum Wiedereinstieg nach Wettkampfpause wertvolle Dienste leisten kann, um sich wieder mit den geltenden Wettkampfregeln vertraut zu machen.

Im entscheidenden Kampf um den begehrten Pokal konnten Christin Bönig (JC Obernburg), Leonie Abb und Anja Ühlein punkten und so die begehrte Trophäe für die Neulingsmannschaft einfahren. Ein toller Erfolg für die ausnahmslos mit Wiedereinsteigern und Neulingen in der Frauenklasse besetzten Mannschaft. (aü)

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