Sommerfreizeit in Wagrain: Mit Kletterkurs in Österreich hoch hinaus

Eisriesenwelt-36-Gruppe-SchriftDie Judoka der DJK Aschaffenburg nutzten die Pfingstferien, um in der Salzburger Sportwelt Amadee mit einer Jugendbildungsmaßnahme ihr Nachwuchsteam zusammenzuschweißen. Unter der Leitung von Detlef Staffa und mit FSJ’ler Jonas Ludwig fuhren Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren in das Jugendhotel Aicher in Wagrain, das schon durch diverse Skifreizeiten und Skikurse des Kronberg Gymnasiums bei uns wohl bekannt ist.

Mitten in der Nacht, um 1.30 Uhr, ging es bereits los, damit wir den ersten Tag in Österreich schon voll nutzen konnten. Nach dem Frühstück gingen wir dann in Teams auf einen Erkundungslauf, bei wir an markanten Punkten Fragen beantworten und Erkundungsschilder finden mussten. Zur Mittagspause beim „Süßen Buffet“ mit Kaiserschmarrn und Topfenpalatschinken wurde dann wieder Energie getankt. Ein Fernsehteam, das einen Promovideo über das Jugendhotel drehte, wurde schnell auf die pfiffigen Judoka aufmerksam, und filmte gleich eine Judoeinheit mit. Ein Besuch im Slacklinepark und im erst im April fertiggestellten Pool auf dem Dach des Hauses rundeten das Programm ab.

Am nächsten Tag ging es an den Fels, bei dem uns Wolfgang Steiner vom ACS Alpincenter Flachau in die Kunst des Kletterns einführte. In einem Klettersteig ging es über Brücken, Seile und ein Spinnennetz, ehe uns Wolfgang schließlich abseilte. Über einen weiteren Klettersteig kamen wir zu einer Flying Fox Seilrutsche, bei der wir zu zweit runter rutschen durften. Nach dem Mittagessen wurde dann endlich richtig geklettert. Wir übten Einbinden, Sichern, Klettern und Abseilen. Nach dem Abendessen wurden Knoten geübt und mit einem Film am Abend in den Geburtstag einer Teilnehmerin hineingefeiert.

Am nächsten Morgen ging es, da die Gondel in der Nebensaison nicht fuhr, mit zwei Kleinbussen zum Mountainbiken auf den Berg. Nach der Auffahrt zum Gipfel wurde Fahrtechnik mit Bremsen und Kurvenfahrten geübt. Danach ging es in zwei Gruppen zur Abfahrt. Die Fortgeschrittenen gingen auf die Downhillstecke des Bikeparks in Wagrain, währen die Irrlichter (den Namen hatte sich die Gruppe selbst gegeben) den Schotterwanderweg abfuhren. An der Mittelstation trafen wir uns wieder, und fuhren gemeinsam zum Haus zurück. Nachmittags regnete es dann, was uns zum dritten Teil des Kletterkurs nicht weiter störte, da wir am Kletterturm in Flachau ohnehin geschützt waren und 18 m hoch Klettern üben konnten. Zum Schluss trainierten alle Teilnehmer im Turm noch das selbstständige Abseilen von der der Plattform. Nachdem Klettertrainer Wolfgang noch die Knoten abgefragt hatte, bekam jeder seinen Kletterschein ausgehändigt. Einem Besuch der Kletterhalle daheim steht damit nichts mehr im Wege. Eine weitere Geburtstagsfeier mit Karaoke rundete den Tag ab.

Das Highlight der Veranstaltung war sicherlich das Mountaincart. Beim Mountaincart fährt man mit einer Art Go-Kart ohne Motor und Pedale den Berg herunter. Beide Hinterräder können getrennt voneinander gebremst werden, so dass man um die Kurve driften kann. Mit einem Bus ging es zum Sattelbauer, bei dem wir die Schlittenabfahrt vom Winter hinunter fuhren, diesmal jedoch eben mit den Carts. An Kühen vorbei ging es zweimal die Stecke über Stock und Stein hinunter. Detlef holte mit seinem Verhandlungsgeschick sogar noch eine dritte Fahrt für uns heraus.

Nach dem Mittagessen war dann wieder Judo angesagt, ehe wir zum Bogenschießen gingen. Thomas Aicher, der Chef des Jugendhotels, zeigte uns, wie man richtig Bogen schießt und nach den ersten Treffern auf den Scheiben ging es in den Jagdparcours, den wir mehrere Male durchliefen. Ein Lagerfeuer mit Marshmallows, Würstchen und Stockbrot sollte schon unseren letzter Abend in Wagrain einläuten. Lichterpois und nächtliches Trampolinspringen waren neben dem riesigen Lagerfeuer die Highlights des Abends.

Auf der Heimfahrt besuchten wir noch die Burg Hohenwerfen. Nach einer Burgführung durch Folterkammer und Glockenturm, sahen wir uns eine tolle Greifvogelshow an, bei der Falken, Milane, Adler und Geier knapp über unsere Köpfe schwebten. Aber das war noch nicht alles. Nach der Burg ging es noch zur Eisriesenwelt, einer Höhle auf 1500 m, die das ganze Jahr mit Eis durchzogen ist. Eine Wanderung mit Gondelfahrt brachte uns zum Eingang. 700 Stufen hoch und runter wurden in gut einer Stunde bei knapp unter 0 Grad Celsius mit Carbitlampen durchwandert.  Das anschließende Joggen zur Gondel wärmte unsere durchgefrorenen Körper dann wieder auf. Den Rest der Heimfahrt schliefen die meisten Teilnehmer tief und fest in den Kleinbussen.

Danke an Detlef und Jonas für die tolle Woche und bitte plant für nächste Jahr wieder so eine tolle Veranstaltung!

Ein Kommentar

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