DJK verlängert den Vertrag mit der Landesliga um ein weiteres Jahr

Am Samstag mussten die Judoka der DJK Aschaffenburg zu Aufstiegskämpfen bei der 2. Mannschaft des Rekordmeisters in Abensberg antreten. Normalerweise steigen die beiden Ersten der Landesliga Nord und Süd direkt in die Bayernliga auf. Da durch große Umstrukturierungen (Aufstockung der 1. Bundesliga und Auflösung der Regionalliga) jedoch München in die Bayerliga abstieg und Peiting nicht in die 2. Bundesliga aufsteigen wollte, kann in der nächsten Saison nur eine Mannschaft eine Klasse höher kämpfen. Welche das sein würde, musste in einem Relegationskampf ausgefochten werden.

Ohne fünf ihrer Leistungsträger – Niklas Kern (Kreuzbandriss), Patrick Dobai-Krecht und Markus Kaiser (mit Fieber im Bett), Tim Jesper (beruflich unabkömmlich) und Fabio Peccia (im Abschlusstraining verletzt) – fuhr die Mannschaft nach Abensberg. Auf der Wiegeliste des Gegners, stand dann auch der Olympiateilnehmer Sebastian Seidl, der aber durch einen Stau zu spät zum Wiegen kam, und nicht eingesetzt werden konnte. Zuversichtlich legten die Teamleader nach den Analysen von Niklas Kern die Aufstellung für den ersten Durchgang fest.

Im Leichtgewicht konnte Marcel Herbert den Abensberger Daniel Scheller besiegen und mit 1:0 in Führung gehen. Nach anschließenden drei Niederlagen (-66 kg und 2x -81 kg) konnte Ehsan Mohamed Falahat den 150 kg schweren Simon Schwert mit einem Haltegriff besiegen. Einen hart umkämpften Sieg in der Gewichtsklasse -73 kg feierte Tom Junker gegen Franz Huber, den der Aschaffenburger nach zwei Innenschenkelwürfen mit einem Haltegriff vorzeitig besiegte. Insgesamt ging der erste Durchgang auf dem Papier klar mit 3:7 an Abensberg. Dass das Ergebnis jedoch nicht den tatsächlichen Kampfverlauf darstellte und vier knappe Entscheidungen im Golden Score auch ein umgekehrtes Ergebnis hätten bringen können, ist ein wenig Pech für die tapfer kämpfenden Aschaffenburger Judoka.

Nach zwei Niederlagen im Leichtgewicht zu Beginn der Rückrunde war der Drops dann schon fast gelutscht. Jochen Klein (-81 kg), der sich während des Kampfes den Finger wieder selbst einkugelte und danach noch die Begegnung gewann, zeigte, das die Aschaffenburger jedoch noch nicht bereit waren, sich ihrem Schicksal zu ergeben. Ehsan Falahat (+90 kg) gewann, ebenso wie Daniel Stamm (-81 kg), der im ersten Kampf gegen Dominik Ennerst noch knapp verloren hatte. Auch die beiden Weltergewichtler Tom Junker und David Zöller konnten ihre Punkte für Aschaffenburg gewinnen und sorgten so für eine ausgeglichene Rückrunde mit 5:5 Zählern. Jeder Sieg und auch jede knappe Niederlage wurde dabei von den mitgereisten Fans euphorisch gefeiert.

Wenn es nur um die Stimmung gegangen wäre, hätte die DJK Aschaffenburg heute den Sieg unangefochten davongetragen. So aber mussten sich die Gäste dem Südmeister TSV Abensberg mit einem Endstand von 8:12 geschlagen geben. „Schade um das Ergebnis“, sagte Leistungsträger Niklas Kern, der nach einer Kreuzband OP heute nur anfeuern konnte. „Wir haben heute alles gegeben, was wir mit unserer dezimierten Mannschaft leisten konnten, und es bleibt uns nur noch übrig, dem Gegner zum Aufstieg zu gratulieren und die erste und letzte Niederlage der Saison 2017 hinzunehmen.“

Die DJK Aschaffenburg verbleibt damit in der Landesliga Nord, der Aufstieg ist um ein Jahr verschoben. Oder vielleicht doch nicht? Spekulationen um den Verbleib von München in der Bayernliga lassen die DJK noch auf ein verspätetes Happy-End hoffen. Und wenn nicht, dann werden wir nächstes Jahr wieder alles geben um die Meisterschaft zu holen und aufzusteigen. Trotz der unglücklichen Niederlage feierten die Aschaffenburger Judoka den Kampftag und die erfolgreiche Saison wie gewohnt bis tief in die Nacht in ihrer Stammkneipe „Minibar“, nachdem sie gegen Mitternacht aus Abensberg zurückkamen. Ein Dank gilt allen Sponsoren und dem Kapitän Sebastian Staudt mit seinem Orgatream Niklas Kern, Kai Staudt und Pascal Naubereit. (ds)

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